Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands liegt nach Analysen des Münchner ifo Instituts im Januar niedriger als im Dezember. Aktuell beträgt der Anteil der Unternehmen, die über eine restriktive Kreditpolitik der Banken klagen 42,4 % (nach 44,3 % im Dezember). Ihr Anteil ging vor allem im verarbeitenden Gewerbe, im Bauhauptgewerbe und im Handel zurück. Dennoch schwankt die Kredithürde nun ein Jahr lang um Werte über 40 %. Von einer Trendwende könne daher noch nicht die Rede sein, warnt ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. mehr…
Kostenloser Leitfaden
Interim Manager als Krisenhelfer für Familienbetriebe
Freitag, 29. Januar 2010Familienbetriebe können leicht ins Schlingern kommen, wenn der Chef durch Krankheit oder Tod ausfällt oder die Betriebsführung durch besondere Umstände seine Kräfte übersteigt. Dann ist es Zeit, einen sogenannten Interim Manager ins Familienunternehmen zu holen. Ein Interim Manager ist ein Fremdgeschäftsführer, der für einen Zeitraum von 12 bis 24 Monaten für ein Unternehmen tätig wird. Seine Aufgabe besteht darin, eine akute Krise zu bewältigen oder die Zeit zu überbrücken, bis ein neuer Geschäftsführer die Steuerung des Unternehmens übernehmen kann. Was bei der Suche nach einem Interim Manager zu beachten ist und worauf sich die Unternehmerfamilie einlassen muss, wenn der Krisenhelfer erfolgreich arbeiten soll, erläutert ein neuer Leitfaden des Wittener Instituts für Familienunternehmen (WIFU). mehr…
Veröffentlichungspflicht
Streit um Ausnahme für Kleinstunternehmen
Freitag, 29. Januar 2010Das seit Januar 2007 geltende Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister (EHUG) verpflichtet alle Kapitalgesellschaften, ihren Jahresabschluss im elektronischen Bundesanzeiger zu publizieren. Derzeit kommen 94 % der offenlegungspflichtigen deutschen Unternehmen dieser Pflicht nach. Nun wird seitens der Europäischen Union darüber diskutiert, ob der bürokratische Aufwand der Publizierung auch den Kleinstunternehmen zugemutet werden muss. Experten halten den Vorschlag für einen Bärendienst. mehr…
Regierungsprognose
Bundesregierung erwartet Wachstum von 1,4 Prozent
Donnerstag, 28. Januar 2010Die Bundesregierung hat ihre Wachstumserwartungen für 2010 von 1,2 auf 1,4 % erhöht. „Trotz der fortschreitenden Erholung hat Deutschland die schwerste Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit noch nicht überwunden“, heißt es in dem von der Bundesregierung vorgelegten Jahreswirtschaftsbericht 2010. Auf dem Arbeitsmarkt, der sich bislang als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen habe, sei im Laufe des Jahres noch mit einem weiteren Rückgang der Beschäftigung zu rechnen. So sollen die Erwerbstätigenquote um 1 % sinken und die Arbeitslosenquote auf 8,9 % steigen (2009: 8,2 %). mehr…
Finanzierung
Jedes dritte IT-Unternehmen leidet an Geldmangel
Donnerstag, 28. Januar 2010Die Finanzierungssituation vieler Hightech-Unternehmen bleibt schwierig. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Branchenverbands BITKOM unter rund 300 IT-Unternehmen hervor. So berichten 35 % der Unternehmen, dass sie Schwierigkeiten bei der Finanzierung haben. Trotz der verbesserten Konjunkturaussichten habe sich dieser Wert im Vergleich zum September 2009 nicht verändert, kritisiert der Verband. Ein Viertel der befragten Unternehmen klagt außerdem, dass sich die Kreditkonditionen im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise sogar verschlechtert haben. Das heißt, die Firmen mussten mehr Sicherheiten stellen oder höhere Zinsen zahlen. mehr…
Arbeitslosenquote
Arbeitslosigkeit nimmt jahreszeitlich üblich moderat zu
Donnerstag, 28. Januar 2010Der Schock bleibt auch im Januar aus: Zum Jahresbeginn zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt weiter robust. Die Arbeitslosigkeit sei bisher lediglich im jahreszeitlich üblichen Umfang gestiegen, meldet die Bundesagentur für Arbeit (BA). BA-Vorstandsvorsitzender Frank-J. Weise heute in Nürnberg: „Die Wirtschaftskrise hat sich bislang weniger stark als befürchtet auf den deutschen Arbeitsmarkt ausgewirkt.“ Die Zahl der Arbeitslosen sei zwar von Dezember auf Januar um 0,8 Prozentpunkte auf 8,6 % gestiegen (+342.000 auf 3.617.000). Ein Anstieg in dieser Größenordnung sei im Januar aufgrund der Winterpause jedoch durchaus üblich. mehr…
Preisentwicklung
Verbraucherpreise im Januar 0,8 Prozent über Vorjahr
Mittwoch, 27. Januar 2010
Bundesstatistik
Die Verbraucher müssen im Januar für Waren des täglichen Lebens voraussichtlich 0,8 % mehr bezahlen als im Januar letzten Jahres. Das ergaben vorläufige Hochrechnungen des Statistischen Bundesamts. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2009 hingegen sinkt der Verbraucherpreisindex (-0,6 %). Dieser Rückgang ist in erster Linie auf saisonbedingte Preisrückgänge bei Pauschalreisen (-18,8 %) und Ferienwohnungen (-32,7 %) zurückzuführen. mehr…
Ingenieurlücke
11.200 Architekten und Bauingenieure gesucht
Mittwoch, 27. Januar 2010Im Dezember 2009 gab es nach Angaben des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) in Deutschland 27.100 arbeitslose Ingenieure. Damit unterschritt die Arbeitslosigkeit im Dezember das Niveau des Vormonats November sogar um 0,6 %. Angesichts dieser Abnahme könne laut Verband trotz Wirtschaftskrise mit Fug und Recht von einer Vollbeschäftigung auf dem Ingenieurarbeitsmarkt gesprochen werden. Allerdings sei zum Ende des Jahres die Zahl der offenen Stellen auf 49.200 gesunken. Dennoch klaffe aber nach wie vor eine Lücke von 24.100 fehlenden Fachkräften. Die meisten offenen Stellen gab es im Dezember 2009 bei Maschinen- und Fahrzeugbauingenieuren. Hier fehlten 17.400 Fachkräfte. mehr…
Fristlose Kündigungen
Höchste Richterin gegen Untergrenze bei Diebstählen
Mittwoch, 27. Januar 2010Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts Ingrid Schmidt wandte sich heute gegen eine sogenannte Bagatellgrenze bei Diebstählen im Betrieb. Der Diskussion vorausgegangen waren mehrere Kündigungen von längjährigen Mitarbeitern, die am Arbeitsplatz Gegenstände im Wert von wenigen Euros entwendet hatten. Die oberste Arbeitsrichterin hält eine Nichtigkeitsregelung für wenig sinnvoll, weil diese die jetzt geführte Diskussion, ab wann eine Kündigung angemessen ist, nur auf den Bereich knapp über einer solchen Grenze verschieben würde. Außerdem sei seit Jahrzehnten bekannt, dass auch die Unterschlagung geringwertiger Güter ein Kündigungsgrund ist. mehr…
Außenhandel im Dezember 2009
Importe gegenüber Vorjahr um ein Prozent billiger
Dienstag, 26. Januar 2010
Bundesstatistik
Der Index der Einfuhrpreise lag im Dezember 2009 um 1,0 % unter dem Vorjahresstand. Im November und im Oktober 2009 lagen die entsprechenden Werte bei -5,0 % beziehungsweise -8,1 %. Anders fällt der Vergleich mit dem November 2009 aus: Verglichen mit dem Vormonat stieg der Einfuhrpreisindex im Dezember sogar um 0,5 %. Die Ausfuhrpreise sanken im Dezember 2009 gegenüber Dezember 2008 etwas geringfügiger um 0,4 % (November: -1,7 %; Oktober: -2,6 %). Gegenüber November 2009 stieg der Ausfuhrpreisindex um 0,2 %. mehr…
ifo Konjunkturtest Januar 2010
Überraschend entspanntes Geschäftsklima
Dienstag, 26. Januar 2010Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Januar erneut verbessert, meldete heute das Münchner ifo Institut. Zudem fällt die Aufhellung stärker aus, als viele Experten erwarteten. Der Index stieg von 94,6 Zählern im Dezember auf 95,8 Zähler im Januar. Zu verdanken ist das der neuerlichen Entspannung der gegenwärtigen Geschäftslage der Unternehmen (aktuell 91,2 Zähler nach 90,4 Zählern). mehr…
Innovation und Nachwuchs
Jugendliche geben Unternehmen Denkanstöße
Dienstag, 26. Januar 2010Der unvoreingenommene Blick von außen hat schon vielen Unternehmen innovative Ideen beschert. Die Initiative Jugend denkt Zukunft geht noch einen Schritt weiter: Sie lässt deutschlandweit junge Menschen in die Rolle eines Beraters schlüpfen und für Unternehmen in einem fünftägigen Innovationsspiel Produkte und Dienstleistungen für die Zukunft entwickeln. Wir haben drei Schüler des Einstein-Gymnasiums in Potsdam nach einem solchen Firmenbesuch in einem Berliner Callcenter befragt, welche Ratschläge sie für ihr Gastunternehmen entwickeln konnten. mehr…
Europäische Industrie
November brachte Eurozone 2,7 Prozent mehr Aufträge
Montag, 25. Januar 2010In der Eurozone (EZ16) hat der November der Industrie gegenüber dem Vormonat 2,7 % mehr Aufträge beschert (Oktober: -2,1 %). Auch in der EU27 stiegen die Auftragseingänge im November, wenn auch mit +2,6 % etwas weniger stark (Oktober: -1,5 %). Im Vergleich zum November 2008 lag der Index der Auftragseingänge im November 2009 in der Eurozone um 0,5 % und in der EU27 um 1,2 % niedriger. mehr…
Bauhauptgewerbe
Auftragsvolumen im November 0,5 Prozent über Vorjahr
Montag, 25. Januar 2010
Bundesstatistik
Im November 2009 lagen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe (Betriebe mit über 19 Mitarbeitern) preisbereinigt um 0,5% über dem Niveau des Novembers 2008. Hoch- und Tiefbau entwickelten sich allerdings gegenläufig: Während die Baunachfrage im Hochbau um 0,4% abnahm, stieg sie im Tiefbau um 1,3%. Gestiegen ist in diesem Zeitraum auch die Zahl der Beschäftigten. mehr…
GfK-Konsumklimastudie
Angst um Arbeitsplätze macht Konsumenten lustlos
Montag, 25. Januar 2010Die leichte Abkühlung des Konsumklimas wird sich im Februar fortsetzen, glaubt die Gesellschaft für Konsumforschung. Die Konjunkturerwartung entwickle sich zwar stabil, und die Anschaffungsneigung lege sogar wieder etwas zu. Die Einkommenserwartung sei jedoch gesunken. Der GfK-Gesamtindikator prognostiziert deshalb für den Februar nur noch einen Wert von 3,2 Punkten (nach 3,4 Punkten im Januar). Vor allem die Angst um den Arbeitsplatz verhagelt den Konsumenten die Laune. mehr…
Aktuelle Pressemitteilungen
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