IT-Fachhandel um Jahresendgeschäft besorgt

Die weltweite Finanzkrise macht auch dem IT-Fachhandel Sorgen. Nur noch jeder fünfte Händler erwartet für die kommenden Monate ein Wachstum im IT-Markt. Jeder dritte Fachhändler sieht einen Rückgang auf den IT-Markt zukommen. Zu diesen Ergebnissen kommen die Marktforscher von research+consulting. Noch im Juni dieses Jahres hatten 42% der befragten Händler mit einem Wachstum in den kommenden Monaten gerechnet und nur 17% mit einer Abschwächung.

„Das ist die schlechteste Stimmung im deutschen ITK-Channel seit fünf Jahren“, kommentiert Frank Sautner, Marktforschungsleiter bei research+consulting, der Marktforschungsabteilung des Verlags CMP-WEKA, das Ergebnis der regelmäßig durchgeführten Befragung „Channeltracks“. Das verspreche für das Jahresendgeschäft nichts Gutes, befürchtet deshalb der Experte.

Nicht ganz so schwarz sehen die Befragten allerdings für ihr eigenes Geschäft: Fast jeder zweite Händler erwartet für sich persönlich steigende Umsätze, nur 6% gehen von einem Rückgang aus. „Da ist viel Zweckoptimismus dabei. Vielen ist die Krise an sich zwar bewusst – sie glauben aber, dass sie selbst nicht davon betroffen sind“, begründet Analyst Frank Sautner den scheinbaren Widerspruch.

Bernd Widmaier, Vertriebsleiter beim Distributor Starline Computer vermutet als Ursache eine größere Vorsicht der Banken bei der Vergabe von Krediten für größere IT-Projekte. Matthias Ederhof vom Systemhaus Portal Systems beobachtet zudem bereits eine sinkende Zahlungsmoral der Kunden.

(ots/ml)