Die überwältigende Mehrheit der Deutschen befürwortet die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. In einer Umfrage sprachen sich 71% der Befragten dafür aus. Nur 25% sind dagegen. Sogar 59% der Unions-Wähler wünschen eine gesetzliche Lohn-Untergrenze. Das jedenfalls will das Umfrageinstitut forsa im Auftrag des Magazins stern herausgefunden haben.
Geteilter Ansicht seien die Befürworter, ob es einen generellen Mindestlohn für alle oder nur einen branchenbezogenen geben solle. Die eine Hälfte (49%) ziehe einen allgemein gültigen Mindestlohn vor. Die andere (50%) würde es lieber sehen, wenn jede Berufsgruppe den Mindestlohn nach ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten festsetzt.
Für die Studie wurden 1002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger im Dezember 2007 befragt. (ots/ml) 

Wenn der Mindestlohn einmal festgeschrieben ist, dann geht es den Arbeitnehmern genau so wie den Rentnern, sie werden auf ein Abstellgleis abgeschoben und wenn die Preise steigen, werden sie ärmer und ärmer und daran stört sich dann keiner mehr. Eine einmal festgeschriebene Vereinbarung stehen lassen ist eine alt bekannte Taktik aus den 60er Jahren. Die, die den Mindestlohn bezahlen müssen, wissen das natürlich heute schon und noch und begrüßen die Festschreibung. Die aber, die gekündigt werden, weil sie mehr verdienen und dann den Mindestlohn akzeptieren müssen, wenn sie wieder eingestellt werden wollen, wissen das heute noch nicht. Der Mindestlohn ist gut gemeint, von denen, die ihn einführen wolllen, um sich selbst zu profilieren. Die, die eine Arbeit suchen, können selber entscheiden, für welchen Lohn sie arbeiten wollen. Die aber, die Arbeit haben und dann vom Mindestlohn betroffen sind, sind heute schon zu bedauern. Eine moralische Verantwortung hatten die, die eine geleistete Arbeit bezahlen müssen, meiner Erfahrung nach bis jetzt noch nie und das wird ihnen jetzt auch noch per Gesetz bestätigt!